Pressemeldung, 12. September 2026

An diesem Samstag, den 12. September, haben in mehr als 20 Städten insgesamt rund 130.000 Menschen für Demokratie und gegen Rechtsextremismus protestiert. Allein in den Landeshauptstädten sind rund 90.000 Menschen dem monatlichen Aufruf der Bürgerinitiative PRÜF gefolgt – in einigen Städten gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Bündnispartnern.

Nach dem schockierenden Wahlergebnis der AfD in Sachsen-Anhalt hatte PRÜF beschlossen, in mehreren Bundesländern Bündnisse mit anderen Organisationen einzugehen, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren, unter anderem mit Zeit zum Handeln und Hand in Hand / Wir sind die Brandmauer.

Demos fanden unter anderem in Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Hannover, Hamburg, Mainz, Magdeburg, München, Saarbrücken, Schwerin, Stuttgart und Wiesbaden statt – in Solidarität mit der Mehrheit der Menschen in Sachsen-Anhalt, die demokratische Parteien gewählt haben und mit der Zivilgesellschaft, die weiter vor Ort und in ganz Deutschland für die Demokratie kämpft.

Situation in Sachsen-Anhalt

Auch in Sachsen-Anhalt demonstrieren seit März 2026 jeden 2. Samstag im Monat tausende Menschen in der Landeshauptstadt Magdeburg. Eine PRÜF-Aktivistin aus Sachsen-Anhalt beschreibt die Stimmung vor Ort:

„Wir haben die letzten Monate alles gegeben, um eine rechtsextreme Regierung zu verhindern. Und wir hören jetzt nicht auf. Wir sind erschöpft, wir haben Angst, wir sind wütend, aber auch hoffnungsvoll und mutig. Wir werden nicht zusehen, wie Menschen, die hier zu Hause sind, ihre Koffer packen müssen. Und wir werden nicht still bleiben, wenn sich Politiker:innen aus der Verantwortung ziehen. Wir brauchen jetzt Solidarität und Verantwortungsübernahme – deutschlandweit. Wir brauchen dringend das Gefühl, nicht allein zu sein.“

Forderung der Prüfung eines AfD-Verbots

Für die Bürgerbewegung PRÜF ist das Ergebnis in Sachsen-Anhalt nur ein weiterer Beleg dafür, dass es höchste Zeit ist für die Prüfung rechtsextremer Parteien durch das Bundesverfassungsgericht – und gerade jetzt für die Prüfung eines AfD-Verbots. Dafür demonstriert die Bewegung monatlich seit November 2025.

Auch aus der Politik gibt es zunehmend Unterstützung für eine verfassungsrechtliche Prüfung der AfD. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) fordert eine ergebnisoffene Bund-Länder-Arbeitsgruppe zum Umgang mit der AfD. Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen) und Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) haben sich für die Einleitung eines Verbotsverfahrens gegen die AfD ausgesprochen.

Über PRÜF

PRÜF ist eine überparteiliche, bundesweite Bürgerbewegung, gegründet vom Satiriker Nico Semsrott und von Beginn an von zahlreichen Kulturschaffenden unterstützt. Sie demonstriert seit November 2025 monatlich in den Landeshauptstädten für ein Prüfverfahren nach Artikel 21 Absatz 2 Grundgesetz. Damit macht sie weiter, bis der Bundesrat den Antrag stellt. Den aktuellen Stimmenstand sowie einen Überblick über alle PRÜF-Demonstrationen gibt es auf www.pruef-demos.de. Es wurden auf der Petitionsplattform innn.it mittlerweile über 127.000 Unterschriften aus den Bundesländern sowie 1,5 Millionen Unterschriften bundesweit gesammelt.

► Petitionen Bundesländer: https://pruef-demos.de/bundeslaender/#Kontakte
► Petition bundesweit: https://innn.it/afdverbot

Kontakt: presse@pruef-demos.de | 0179 1473306

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